Für uns geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende.
Beginnend mit der Preisverleihung des Festivalnetzwerks ECAS (European Cities of Advanced Sound) haben wir in den letzten zehn Monaten große Schritten gemacht. Am Anfang stand die Idee eines Systems, mit welchem Grafiker und Musiker gemeinsam einfacher interaktive Räume erschaffen können – eine Plattform für Festivals, Veranstaltungsstätten, Workshops und Experimentierräume. Künstlerisch nützlich wie kommerziell verwertbar.
Nachdem wir im Mai unsere räumliche VJ-Overfläche unter dem Namen
Switchboy (auf Basis von
vvvv) auf den Festivals
Future Everything in Manchester und
Art.On.Wires in Oslo in offenen Workshops vorstellen konnten, brachten wir das System im Herbst auf die Bühne.
Auf dem
Insomnia Festival in Tromsø, Norwegen, verwandelten wir die einen Floor über drei Nächte in ein intensives, audiovisuelles Erlebnis. Ein intimes Setup an exakt gemappten Projektionen lud vor allem zu Einem ein: Eintauchen in die Musik. Dieser ganzheitliche Ansatz an Rundumprojektion, synästhetischen Visuals und Publikumspartizipation entstanden in intensiver Zusammenarbeit zwischen Audio- und Videoperformer. Er ist exemplarisch für die Zukunft musikalischer Live-Performance.
Für die finale Präsentation dieses Projekts entwickelten wir fürs Medienkunstfestival
CYNETART in Dresden ein komplettes abendfüllendes Club-Line-Up. Die Music Acts
Benjamin Damage,
Steve.e,
Skyence und Orkester Kubiczek ebenso wie die Visual Crews
schnellebuntebilder und
Laterne sowie der VJ
desaxismundi nutzten das System CHET und den Switchboy, um in einem einwöchigen Workshop ein interaktives Environment als Raum für eine rauschende Partynacht zu entwickeln. Grafiken und Musik aufeinander abzustimmen und gleichzeitig die Einflussnahme des Publikums einzuberechnen – quasi einen interaktiven, bunten, in sich stimmigen Musikspielplatz zu erschaffen – das war die große Herausforderung für die Beteiligten und unser System. Wir sind froh, dass alle dieser Herausforderung gewachsen waren.
Hier ein paar erste Eindrücke vom Insomnia Festival in Tromsø und dem CYNETART Festival for Computer Based Art in Dresden. Ein eigenes Dokuvideo wird folgen.
fotos: Robert Arnold & David Pinzer